Leicht arbeitsam

9. April 2024

Arbeitsausflug. Bin etwas underdressed, weil meine Sommer-Business-Sachen nicht mit meinem derzeitigen Umfang kompatibel sind. Jo, Sommer. 27 Grad Anfang April.

Die Veranstaltung interessant und gut gemacht, aber davon wird in Kürze anderswo zu lesen sein. Dazwischen Wartezeiten, die ich wegspaziere, auch so kommt man auf 10000 Schritte. Unter den Bäumen flanierend verirrt sich einmal eine grüne Spinne auf mein T-Shirt, auf der Toilette des nahegelegenen Cafés klettert ein Marienkäfer den Türrahmen hoch. Ich locke ihn auf den Finger und setze ihn ans offene Fenster, möge er seinen Weg in die Freiheit gefunden haben.

Überall grünt, blüht und duftet es. Allerorten sind Fenster offen und entlassen Gesprächsfetzen in die Umwelt. Ein Soundcheck, Gitarrenjazz dröselt herum. Eine Sängerin covert dazu massenkompatibel Oldies. „I brauch di ned so künstlerisch“, sagt sie zum Gitarristen, und er hat mein vollstes Mitleid.

Heimweg mit der Badner Bahn, davor noch ein Cappuccino in der Sonne. Die Bahn fährt jetzt anders, weil die Wiedner Hauptstraße Baustelle ist. Ich steige in Meidling um.

Amselchen hat ihr Nest offenbar aufgegeben. Möglicherweise ist ihr Schlimmes widerfahren, aber andererseits hat sie schon in den letzten Tagen immer weniger gebrütet, die Abwesenheitszeiten wurden immer länger. Vielleicht sucht sie sich einfach für den nächsten Versuch ein ruhigeres Plätzchen.

Ein bisschen Schreibarbeit noch, am offenen Fenster, nebstbei Fussball und Reisetelefonate.

Fundsachen:

DW: Angegrabschte Statuen

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