
Nebel in Tälern und Städten, Sonne rund um den Semmering.

Der Zug weniger voll als erwartet. Zwei Emogirls erzählen kichernd Kifferstories.
Das Erster-Schluck Cappuccino-Glücksgefühl.
Ich wusste, ich hätte in Premstätten umsteigen sollen. Stattdessen folge ich Scotty und versäume den Bus in Lannach. Die alte Konditorei ist zu, dauerhaft, wie die Frau in der Trafik erzählt, die mir auch die Nummer eines Taxlers verrät, die Google nicht gefunden hat. Ein Wohnhaus werde man dort bauen, auch eine Sorger-Filiale soll da rein kommen, plaudert sie weiter. Komplett ausgebucht sei er, bedauert der Taxler zuerst am Telefon, fängt sich aber dann: ‚Dobl? – Da fahr ich eh als nächstes hin.‘
Vernunftgeprägtes Gespräch mit Realitätsannäherung.

Es bleibt kalt und neblig. Der Bus zurück in die Stadt fährt die alte Strecke. Ich denk mir viel und notiere nichts. Denn Gedanken, eben mal nach Klagenfurt zu fahren, weil es jetzt geht, verworfen. Stattdessen spazieren in Graz.



Anders als in Wien muss man zu den Weihnachtsmärkten hier nicht hinfahren, sie sind einfach überall. Als ich den fünften durchquere, wirkt das Schild „Eierlikörpunsch“ plötzlich einladend. Zeit, stattdessen in die Straßenbahn einzusteigen. Der Zug überraschend locker besetzt. Ich lese den neuen Irving an und fühle mich nicht recht abgeholt.