Haarsträubend normal

Die Tage zwischen den Jahren sind länger als ich erinnere und geben gefühlt doch nicht viel Zeit her. Objektiv aber doch einiges weitergebracht seit Weihnachten. Morgen noch ein paar letzte Handgriffe an einer werdenden Webseite, dann den Schreibtisch aufräumen, dann ist das Jahr ganz neu.

Das Kopf-ohne-Haare-Gefühl hat sich verändert. Das igelig-borstige beim Drüberstreichen bleibt nur noch gegen den Strich, in die andere Richtung ist es zart und seidig weich. Faszinierend. Auch im Spiegel mag ich meinen Kopf. Ich könnte dabei bleiben, denke ich, kein Friseur-Ärger mehr, keine Zeit, die nach dem Duschen für die Haarpflege draufgeht. Dann denke wieder ich an das Gefühl von Frühlingswind, der durch die längeren Haare streicht, und, vielleicht ist die (Fast-)Glatze doch nicht für immer.

Die Schritte heute durchgeplant und zielgerichtet, ohne philosophischen Spielraum, 17700.

Bier des Tages

Gamma Ray aus der Londoner Brauerei Beavertown ist schon länger auf dem Markt, war mir aber noch nicht an den Gaumen gekommen. Als ich die fruchtigen Beschreibungen las, fürchtete ich, das Bier nicht zu mögen, schmecke es aber zum Glück umgekehrt: Der kräftige Hopfen macht es beim Antrunk zu einem feinen Biererlebnis, die Früchte entfalten sich im Nachhall des Hopfens, mit angenehmer Exotik, aber schön trocken ohne zu viel Süße. Gelungener Kompromiss zwischen Intensität und Süffigkeit.

Zu trinken an der letzten Tankstelle vor der Sandwüste, während die tiefstehende Sonne in den Dünen bizarre Schatten wirft.

Ich koche schon wieder Suppe. Passt einfach zum Winter. Und die Küche riecht gut.

Fixpoetry wird eingestellt, das wird mir fehlen. Wo nehm ich jetzt meine regelmäßigen Lyrik-Lese-Anregungen her?

Die Nachrichten nehme ich zur Kenntnis, kommentieren mag ich sie nicht.

Abends ein bisschen stricken & ein paar Folgen The Walking Dead.

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