Nachtzug

Wind 
in den Baumkronen,
von fern bellt ein Hund. 
Der Wind  mein 
Vertrauter. Den Hund 
kenn ich nicht. 

Bald 
aus der Waldweite 
röhrt resigniert die
Lokomotive. Und schon 
bullern Räder eisern
Stahl auf Stahl. 

Grell
ist es im Nachtwaggon
und ein paar Sitze weiter 
tobt Testosteron. Mir
fehlt der kühle Wind 
in den Haaren, 
sonst fehlt nichts.

Niemand. Und Nichts. 
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