17. August 2025

With a little Help

Leider hatte sich die Regalsituation über Nacht nicht magisch verbessert.

Ich räumte ein bisschen rum, um zum Joghurt im Kühlschrank zu kommen, und überlegte Alternativen. Im Grunde brauchte ich nur 2 zusätzliche Hände für ungefähr 30 Sekunden. Willige Helfer*innen hätten sich finden lassen, aber frühestens am Dienstag (andere Angebote liefen eher auf nächstes Wochenende zu.) Ich hielt stattdessen die Augen nach Nachbarschaftshilfe offen, aber lange rührte sich im Haus nichts außer der Hundebesitzerin, die am Stock geht, und einer weiteren älteren Frau an den Mülltonnen, die sichtlich an sich selbst genug zu tragen hatte.

Just als ich den Papiermist von der Regallieferung zur Tonne brachte, hörte ich dann doch jüngere Stimmen. Die beiden Katzenmamis waren sofort bereit, und die Sache war samt Freundlichkeiten und Klebstoff in unter 5 Minuten erledigt. Ich war unsicher, wie ich meinen Dank zeigen sollte – Geld anzubieten, wäre deutlich peinlich gewesen, Kaffee konnte ich wegen der Küchensituation nicht offerieren. Irgendwas wird mir schon einfallen, dachte ich, während ich zufrieden das neue Regal betrachtete.

Einen Gutteil des Tages dem Um-, Ein- und Neusortieren gewidmet.

Dass die Kaffemaschine oben keinen Platz mehr haben würde, war klar gewesen. Als ich sie an ihren neuen Platz brachte, fiel mir plötzlich eine weitere simple Verbesserung ein: Statt die Wasserflaschen tropfend über die Arbeitsplatte zum Sodastream links zu hieven, während ich für Angebratenes aus der Pfanne einen Teller brauchte, um es zur Weiterverarbeitung in den Instapot rechts zu hieven, wäre es doch deutlich sinnvoller, wenn die beiden die Plätze tauschen.

Na oisdn. Schließlich putzte ich zum dritten Mal innerhalb einer Woche den Küchenboden (das soll nicht zur Gewohnheit werden) und genoss den Rest des Sonntags gemütlich zwischen Kindle-Lesen, Bildschirmlesen und weiteren Optimierungsgedanken. Mit Weihnachtskeksen, denn während der Neuordnung der notdürftig verräumten Vorräte war mir eine Dose in die Hände gefallen, die – luftdicht verpackt – doch noch essbar sein sollte?

Überraschnderweise waren sie nicht nur essbar, sondern hatten nicht einmal an Geschmack verloren. (Manche) Lebensmittel sind haltbarer, als man meint.

Das Bier des Tages

Es ist das Jahr des Citra-Hopfens, dachte ich, als mir bei „The Waves on Witch I Ride“ von Sudden Death schon wieder kräftiger Zitrusduft in die Nase stieg. Natürlich, Citra gehört schon immer ins IPA, aber so allgegenwärtig intensiv wie heuer war er sonst nicht. Im Antrunk beglückend klassische IPA-Aromen und spritzige Kohlensäure. Zum Schluss übernimmt wieder die limettige Zitrusnote und lässt gemeinsam mit dem Rest des Hopfens elegant herbe Noten zurück. Sehr frisch und sommerig und rundherum rund.

Zu trinken auf einem Floß das am Ufer vertäut ist, während der Fluss vorbeizieht.


Bier-Übersicht

Später am Abend ein bisschen in einen lustigen Twitch-Multiplayer-Livestream eingestiegen, weil: Warum nicht? Die Verblüffung, wenn die „Stream-Omi“ die Settings schneller durchblickt als die Youngsters gefällt mir immer wieder.

Und hier, weil (mir) so schön, noch einmal das Regal-Endresultat.

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