27. Dezember 2025

Sunny side up

Bei mir, nicht beim Frühstücksei. Die gestrige Henna-Session zeigte nicht ganz die erwünschte Wirkung, ich war mich nicht sicher gewesen, welche der zwei unterschiedlichen Packungen die gefährlich rote war. Offensichtlich habe ich die falsche erwischt, so richtig hennarot sieht man mein Haar nur im sonnigen Gegenlicht.

Dass mein Gesicht dabei im Schatten liegt, ist mir durchaus recht, das Grottenolmdasein der letzten Tage sorgt nicht gerade für einen perfekten Teint.

Aber ja: Ich habe nach 3 Tagen des Sortierens, Rumräumens und Sinnierens das Hexenhöhlchen wieder einmal verlassen. Es war ein guter Tag dafür: Die Sonne hatte sich endlich wieder beherzt durch den Nebel gekämpft.

Das mögen nicht meine besten Fotos aller Zeiten sein, aber sie sind genau so blendend, wie sich das Licht da oben am Wienerberg anfühlte.

Mit Wohlwollen stellte ich fest, dass ich tatsächlich von den Zehen bis zum Hals ein recht perfektes Outfit gewählt hatte; ich musste bei den herrschenden Temperaturen (1 Grad) bei meinen 14000 Schritten weder frieren noch schwitzen. Trotzdem begann durch die Kälte die Nase zu laufen, was mich immer disproportional ärgerlich macht. Ich eilte also vom Berg runter zum Supermarkt, um das wenige zu erstehen, was mir an den Feiertagen gefehlt hatte (Kren und Geschirrspülersalz), und flüchtete in die Wärme zurück. Noch lange nach der Heimkehr lungerte der Ärger herum, bis ich bemerkte, dass das am ignorierten Hunger lag. Nunja, ein opulentes Nachmittagsfrühstück hatte der Wintersaison ohnehin noch gefehlt.

Danach ein bisschen gelesen, ein bisschen weiter rumgeräumt, ein bisschen unzufrieden damit, dass sich nicht alle Tage so ungeplant ins Blaue entwickeln dürfen.

Im Hintergrund übrigens der *fast* fertiggestellte heurige Stephen West MKAL. Es wird endlich mal Zeit für die Vollendung, aber das Ende ist laaangweilig. 🙂

Das Bier des Tages

Das Narwhal Barrel Aged Imperial Stout von Sierra Nevada duftet verführerisch nach ungesüßtem Kakao und ein bisschen nach Molasse und starkem Filterkaffee. Im Antrunk leicht vanillig, ohne dabei zu süß zu werden. Begleitet von schönem Barrique changieren Schoko-, Kakao- und Kaffeenoten in bester, bitterer Harmonie. Trotz der Aromenvielfalt nur leicht ölig im Mundgefühl. Ein Bier, das man am liebsten löffelweise als Pudding essen würde, das einem aber auch in kleinen Schlucken getrunken einen ganzen Abend versüßen, oh verzeihung, verbittern kann.

Zu trinken vor einem warm knisternden Kaminfeuer, während sich die Katze elegant auf dem Eisbärenfell räkelt.


Bier-Übersicht

Seit dem Bierfoto weiß ich auch, wo ich beim Winter-Großputz nicht Staub gewischt habe. Tja.

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