15. Juli 2003

Sommer, wieder (digital)

Punkt 10 Uhr mit einem Gefühl drohenden Unheils aufgewacht. Im Lauf des Vormittags vestärkt sich dieses Gefühl durch das Ausbleiben erwarteter Emails; simple Fragen, harmlose Bitten – seit Tagen ignoriert. Vom Amazon Newsletter daran erinnert, dass ich ein ganz bestimmtes Buch wollte. Dummerweise zurzeit nicht lieferbar. Dann im Filesharingprogramm meines Vertrauens danach gesucht & gefunden. Gleich mal gestöbert, was es noch so gibt. Mich gefragt, was das für ein Mensch ist, der in seinem “Shared”-Folder Die Illuminatus Trilogie, den “Ultimate Guide to better Sex”, Hitlers “Mein Kampf” und den “Anarchist’s Guide to Veganism” liegen hat. Zu dem Schluss gekommen, dass es vermutlich jemand ist, der alles downloadet, was verboten klingt, und nichts davon liest. Festgestellt, dass ich schon längst arbeiten sollte. Unwillkürlich mitgesungen als vor dem Fenster Nenas “Irgendwie irgendwo irgendwann” vorbeigefahren kam. Zur Strafe die Wäsche sofort aufgehängt. Mich gefragt, warum ich jetzt eigentlich das Gefühl habe, arbeiten zu müssen, anstatt an irgendeinen Strand zu fahren. Keine Antwort gefunden. Trotzdem nicht an irgendeinen Strand gefahren.

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