7. Februar 1997

Same Shit

Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm, der Tag vergeht, viele Tage sind vergangen, viele Tage werden vergehen. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm und arbeite. Arbeite für mich, reihe Buchstaben, Wörter, Sätze aneinander, scheinbar endlos, immer wieder, immer noch. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm und arbeite. Arbeite für Geld, damit der Strom nicht abgedreht wird, damit ich die Miete bezahlen kann, die Telefongebühr, das Essen für mich und meine Katze. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm und informiere mich. Lese, was die anderen geschrieben haben, um nicht unterzugehen im schnellen Zeitenstrom damit ich vorne mit dabeisein kann damit ich Geldverdienen kann damit ich Essen, Wohnung, Strom und Telefon bezahlen kann damit ich Schreiben kann. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm und spiele, weil das Wetter zu kalt ist zum Hinausgehen, weil gerade kein Buch im Haus ist, weil es jetzt sowieso schon zu spät ist um etwas anderes zu tun. Still sitze ich Stunde um Stunde vor dem Bildschirm.

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Heute in Ulm. Morgen um Ulm herum. [...]

München ist schräg! [...]

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Wobei, so überfordert wie die Leut' mit dem Zugfahren sind, ist es vielleicht eh besser, sie fahren nicht Auto. [...]

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