Dann zieh ich mir halt wieder den Pullover an. Und Socken noch dazu. Und nach dem Duschen ist jetzt wieder Fön angesagt. Fön? Ja wo ist er denn? Naja, dann halt ein Tuch stattdessen.
Dass es am Samstag beim Sufi-Fest (Bilder folgen) unbedingt regnen musste, war klar. Dass die Temperaturen dabei recht ĂŒbergangslos um 20 Grad gefallen sind, habe ich auch noch nicht persönlich genommen. Aber dass es jetzt tagelang so bleibt? Dazu im wilden Westen der erste Schnee.
Jedesmal im Herbst, wenn ich zum ersten Mal friere, muss ich an meine alte Schulkollegin A. denken, die damals gemeint hat, ihr Ziel wĂ€re es, irgendwohin zu ziehen, wo das Wetter immer gleich ist – dort wĂŒrde man nĂ€mlich nicht merken, wie man altert. Ein Satz, den ich heute viel besser verstehe als damals: Denn die Sommer sind immer noch gleich schön, die Winter aber werden mir immer schlimmer.
Das Fest ĂŒbrigens, das war trotz Freiluft-Wetterwidrigkeiten ein voller Erfolg, das fand nicht nur der vergoldete Sufi und unser auf die nasse Wiese beorderter Freundeskreis, dass fanden auch die ebenfalls eingeladenen 20-jĂ€hrigen Fallschirmspringer – und das will schon was heiĂen.
Dass die nĂ€chtliche Dunkelheit bis weit in den nĂ€chsten Tag anhielt, war nicht nur meteorologisch bedingt. Der Sufi bekam auĂer hĂŒbschen Gaben auch noch ein neues Wort geschenkt: nĂ€mlich das âReparaturseidlâ – von dem er, um es sich fĂŒr die Zukunft besser zu merken, gleich mehrere konsumierte. Trotzdem fand die geborgte Infrastruktur ihren Weg zurĂŒck zu den Verborgern, und das Partyzelt war deutlich schneller ab- als aufgebaut.
Im ĂŒbrigen wĂ€re noch anzumerken, dass ich es ĂŒberhaupt nicht schĂ€tze, jetzt Halskratzen zu kriegen (wo ich doch am Donnerstag singen soll). Und damit Ruhe, derweil ich versuche, mich langsam an die KĂ€lte zu gewöhnen.