30. Juli 2025

Geselligkeiten

Da der Sommerfrischler unerwarteterweise in Wien weilte, verabredeten wir uns nachmittags auf einen Kaffee. Den verplauderten wir gemütlich, drehten eine Runde beim 48er-Tandler (mit Kunstbetrachtung, aber ohne Fundstücke) und entschlossen uns schließlich zum Abendessen auf dem Siebenbrunnenplatz. Dass es davon nur ein einziges Foto gibt, spricht nicht gegen den Tag, sondern für die Kommunikation.

Eine durchaus gesellige und abschließend köstliche Sache, hätte nicht eine wildgewordene Wespe direkt auf mein Auge gezielt. Sie verfehlte es um knapp zwei Zentimeter, wieder einmal kann man mit der Tante Jolesch sagen: „Gott möge abhüten von allem, was ist noch ein Glück.“

Der Begleiter riet zu Antihistaminika, die auch ihre Arbeit taten, es schwoll deutlich weniger an als vergangene Wespenstiche. Dennoch fiel mir später, heimgekehrt, aus hypochondrischen Gründen das Einschlafen schwer.

Vielleicht auch irgendwie so ein verdrehtes Glück, denn sonst hätte ich wohl nicht mitten in der Nacht „Rostiga Roadtrips“ auf SVT entdeckt. Das Konzept: Zwei Freunde (bekannt aus schwedischem TV und Radio) kaufen ein Auto – um höchstens 10.000 Kronen (≈ 1000 Euro) und fahren mit dem dann dorthin, wo es produziert wurde. Unterwegs besuchen sie Sehenswürdigkeiten mit (schwedisch) popkultureller, logistischer oder einfach skurriler Bedeutung. Da kann auch eine alte Dokuschauerin noch was lernen: Die Halligbahn aus der ersten Folge kannte ich zwar schon, die Schwebefähre und niederländische Mumien waren mir aber gänzlich neu. Schade, dass es noch keine KI-Automatisierung gibt, um sowas mit nicht-schwedischsprachigen Freund*innen zu teilen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Previous Story

Zwischen den Regentropfen.

Next Story

Auch so geht Sommer

Archiv

Kategorien

[mailpoet_form id="2"]

Neueste Beiträge

An diesem Tag...

Blogheim.at Logo

Go toTop