Geträumt von Elfen und Blätterteig-Twistern
…hatte ich im Audio-Tagebuch notiert. Oder sowas ähnliches. Ich glaube, es waren gar keine Elfen, sondern ein Transkriptionsfehler, aber ich komme nicht mehr drauf, was es in der Traumwirklichkeit war.
Nach der Arbeit in den 23. gefahren, ich wollte ein ganz bestimmtes Brot, das ich zuletzt vor Jahren gegessen hatte. Das gibt es schon lange nicht mehr, sagte die Verkäuferin. Ich kaufte stattdessen Weckerln und besuchte auch noch den letzten selbst schlachtenden Fleischer Wiens, für ein Schinkensemmerl und ein Gastgeschenk. Eigentlich hatte ich ja Lust, von dort zu Fuß heimzugehen, aber da läutete das Telefon schon wieder Dringendes.

Dieser Blick ist das Sinnbild meines Lebens, dachte ich in der U-Bahn-Station, das Sollen und das Müssen verbünden sich zu einem Gitter, das mich und mein Wollen von der Welt trennt. Dann gab ich mir eine virtuelle Gnackwatschn für soviel unangebrachte Melodramatik und kehrte nach einem kurzen Freundesbesuch zum Sollen zurück.
Ein zerzaustes Röschen begegnete mir auch noch.
