Es ist Zeit, das friedliche sommerliche Dahinarbeiten wieder in die schnelllebigeren Bahnen des Produktionsalltags zu lenken. Dass es mich gleich in der Früh, quasi aus dem Bett mit einem nur kleinen Umweg über Küche und Bad an den Computer zog, wollte ich dann aber doch nicht so stehenlassen – ein gemütlich-kontemplatives Frühstück würde ich diesmal gerne auch für den Alltag beibehalten. Ich kontemplierte also bei Kaffee und Joghurt den seltsamen Sommer, der nun zum Großteil hinter mir liegt, und den bevorstehenden reisereichen Herbst. Dann fragte ich die Tarotkarten nach einem Tagesgedanken.

So viel Sinnlichkeit passte eigentlich nicht in den Tag, aber ich beschloss, mich nebenbei auch darum zu bemühen.
Danach plangemäß arbeitsam, mit nur einem kleinen Ausflug zum Supermarkt.
Das Bier des Tages

Das Frontierland West Coast Pale Ale von Marble (Manchester) zeigt sich in der Nase hefig-malzig. Im Antrunk ebenfalls hefe-zentriert mit malziger Süße. Dahinter steigen erst Zitrusnoten und dann erst Hopfenbitter auf. Im Weiterkosten changieren frische Früchte, im Abgang wunderbar herbtrocken, ein Eindruck von sonnenwarm getrockneten Heu bleibt zurück. Die Brauerei werd ich mir merken, wenn die Westcoast-Variante schon so geschmackvoll ist, sollte man von dort auf jeden Fall einmal ein India Pale Ale kosten.
Zu trinken auf einer Luftmatratze im Pool, rechtschaffen müde von einem sportlichen Tag am Meer.
Zu essen einen schnellen Couscous mit Gemüse und Hendlfilet.


