Es war Zeit, endlich mal den Sommerfrischler zu besuchen. Zuvor noch ein Ausflug zum Markt, weil sowohl seine als auch meine Küche noch Leerstellen hatte. Der Mann mit dem Sauerkraut war allerdings auf Urlaub, zum Glück wurde ich diesbezüglich im polnischen Supermarkt fündig.


Dann auf zum Bus. Alles war brennheiß, und ich war dankbar, dass die Haltestelle im Schatten liegt. Befürchtungen von arktischen Klimaanlagentemperaturen bestätigten sich nicht, der Bus war wohltemperiert.

Vor Ort angenehme Gespräche, spannende Kulinarik (sehr ungewöhnlich: Es gab Süßes, nämlich Apfelspalten) und natürlich der eine oder andere Platsch ins ebenfalls angenehm temperierte Wasser. Die Lieblingsverwandtschaft kam auch, trotz der Temperatur von 34° tapfer mit dem Fahrrad. Mehr Plaudern, mehr Kulinarik, bis ins Dunkel hinein.
(Wieder fällt mir auf, dass ich vor lauter Plaudern viel weniger Fotos gemacht habe als sonst üblich. Wundersam.) Dann mit dem Zug zurück, weil der Mitbesuch mit dem Rad unterwegs war und das nur in Ausnahmefällen in den Bus darf.

Den Zug hatte ich von dort aus noch nie genommen; er war recht leer und stand zehn Minuten lang in Ebreichsdorf, während am Ende einer langen Straße, die wir durchs Fenster sahen, der Mond aufging. Wie in einem Jim-Jarmusch-Film, scherzten wir.

Danach wunderten wir uns etwas über die Streckenführung.
In Meidling stieg ich aus, er fuhr weiter. Mir fuhr der Bus vor der Nase davon, und weil ich keine Viertelstunde herumstehen wollte, wanderte ich ein paar Haltestellen weiter bis der nächste am Horizont erschien.
Zu Hause sehr müde, zuerst darüber gewundert, aber dann sah ich, dass der Schrittezähler an 20 000 kratze, und die vormittäglichen wie spätabendlichen waren doch recht zackig gewesen.