3 Tage Linz

22. April 2024

Arbeitsam natürlich. Der Autofahrer singt ein Loblied auf Elektroautos, bis eine App-Fehlfunktion das Nachladen an der gewohnten Ladestelle verhindert. Das ist ja auch so eine „schöne neue Welt“ Sache: Das Auto funktioniert, die Ladestation würde funktionieren, aber weil die App ihren Server nicht erreichen kann, fließt kein Strom. Was würde man tun, wenn man heute noch weiter fahren müsste? Zum Glück müssen wir nicht.

Das aber erst nach einem langen, aber interessanten Arbeitstag und einem Festabend mit Gesprächen, Grillhendl und Musik, auch das gibt mir zu denken; überall, wo es Musik spielt in letzter Zeit, spielt es Musik aus den 70ern und 80ern, leichte natürlich, aber ich fühle mich dennoch immer wieder seltsam abgeholt. Dazwischen stelle ich fest, dass ich das Zielscheibenschießen mit dem Luftdruckgewehr noch immer nicht verlernt habe, offenbar sitzt das tiefer drin als das sprichwörtlich unverlernbare Radfahren. Torwand und Mehlsacklstemmen dagegen lasse ich aus.

Der Autofahrer kriegt ob der holprigen Zufahrt Zweifel am von mir gebuchten Quartier, die sich aber angesichts der durchaus sauberen, großzügigen Zimmer schnell wieder zerstreuen. 3 Kilometer zur heutigen Arbeitsausflugsstelle, 4 Kilometer zur morgigen. Das sind eben die Auswahlkriterien von Nicht-Autofahrerinnen, die angesichts der wenigen verbleibenden Elektroauto-Kilometer auch für Autofahrer Vorteile haben. Die gerade Mal 3 Fernsehprogramme, Servus TV, ein Shoppingkanal und ein Nachrichtensender, erleichtern die Entscheidung zur abendlichen Arbeit. (Der Begleiter hatte in seinem Zimmer die volle Senderpalette, erzählt er am nächsten Morgen, aber mir haben sie eh nicht gefehlt.)

Beim Frühstück finden wir uns im Wilden Westen wieder.

Die Musikbox funktioniert sogar, spuckt aber konsequent andere Songs aus, als man ausgewählt hat. Auch der Flipper in der anderen Ecke würde funktionieren, aber dafür fehlt die Zeit.

Der Tag gewohnt Messe-Effektiv, abends finden wir im Umkreis ein unerwartet gutes Restaurant. Danach wieder etwas Arbeit.

Der zweite Messetag wäre eigentlich am mittleren Nachmittag erledigt gewesen, ein zu fotografierender Event hält uns dennoch bis zum frühen Abend fest. Die Auto-Lade-App funktioniert zum Glück wieder, so steht dem Heimweg nichts mehr im Weg.

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