Unerwartete Geschenke

Nach wieder einmal zweigeteiltem Schlaf den halben Vormittag verpennt. Die Arbeit zieht sich gerade ein bisschen, aber das kenn ich ja schon.

Mittags unwillig Salat gegessen, aber wenn ich das Zeug schon kaufe, muss es auch irgendwann weg.

Nachmittags mysteriöserweise gleich zwei gelbe Zettel im Briefkasten gefunden, obwohl ich gar nichts erwarte. Überrede mich trotz der Spannung zu einer Schritterunde vor der Abholung. Durch die Falter-Newsletter-Serie neugierig auf eventuelle Veränderungen am Matzleinsdorfer Platz, aber viel gibt es dort nicht zu sehen. Die Baustelle scheint nur immer größer zu wachsen, der Verkehr anhaltend ungut, einzelne Fussgänger verloren. Da hilft auch ein Sonnenuntergangerl nix.

Von da aus eine Runde im Zehnten, gleich hinter der Bezirksgrenze ist er besonders unfotogen.

Auf dem Heimweg noch eingekauft und dann fast vergessen, die Packerln abzuholen, so werden aus 9500 Schritten doch noch 10300.

Das eine Packerl kommt vom Lieblingsmusiker und enthält DVDs von alten Konzerten, die dann auch mal ins Netz wandern sollen, und ein entzückendes Schmuckstück. Oh, und alte Fotos. Die meisten davon kenne ich schon, bei diesem frage ich mich aber, ob es wirklich in diesem Leben aufgenommen wurde.

Das zweite Packerl ist noch mehr Überraschung: Eine gut sortierte Mini-Bierlieferung, von einer ungenannt bleiben wollenden Blogleserin, die nicht hinnehmen wollte, dass die Serie mit dem Bier des Tages so sang- und klanglos ausläuft. Na, dann wollen wir doch gleich einmal…

Das Bier des Tages

Das Irish Pale Ale von o’hara’s zeigt in der Nase sanften, leicht grasigen IPA-Duft. Beim ersten Schluck aber explodiert wunderbar ein fast brachialer Hopfen, der am Rand frische und ebenfalls kräftige Zitrusnoten hinterlässt. Beim Weiterkosten gibt mildes Malz einen guten Körper, die schaumige Kohlensäure rundet die Sache harmonisch ab. Der Gesamteindruck bleibt aber knochentrocken und schön hopfendominant. Zudem erfreulich langanhaltend.

Zu trinken, während man ein Picknick auf einer Sommerwiese vorbereitet, in bedächtigen kleinen Schlucken.

Habe mir sehr erkämpft, mir schwarze Löcher nicht noch dunkler zu schaufeln, wahrscheinlich ertrage ich es deshalb so schwer, anderen dabei zuzuhören, wie sie es tun.

(Im übrigen gibt es so Momente, wo mir trotz grundlegend positiver Einstellung die ganze Tristesse der Welt auf den Kopf fällt. Das ist zum Beispiel die Titelmelodie der Rosenheim-Cops, wenn ich vergessen habe, rechtzeitig umzuschalten) (Zum Glück erzählt mir dann ndr ausführlich vom Meer)

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