Lyrik, Sicht-Bar

jenseits von lala-land

etwas kommt näher und
etwas bleibt immer weiter weg

stein ohne gewicht.
schwere leere. nur alte
schmerzen. neu ist nichts.

angst kaum mehr. nur stille.
so verdammt abgeklärt sind wir.
bin ich. bis die nacht kommt

der stein schweigt, wo das
feuer gebrüllt hat. manchmal
fühlt er sich
beinah warm an.

der wind in den haaren. die
sonne im gesicht. musik. wie
ein rettungsseil, das sich
immer enger um die
brust schlingt, mit den besten
absichten

natürlich.
immer nur die besten
absichten.

der tod ist vertraut geworden, wie
ein lästiger nachbar
der einfach nicht ausziehen will

die freunde sterben. die sterne auch.
kaum tränen. nur beinah. dann wieder

der griff nach dem glück,
zeitlos und trotzig
jenseits von verstand und
gefühl, beinah geborgen
im alten lala-land .

dort strahlt meine naivität,
als hätte sie
im lotto gewonnen

ich möcht sie zu tode umarmen
wie meinen besten feind.

stattdessen gehen wir
gemeinsam zum friedhof.

da liegt sie nun, die zukunft.

R.I.P.

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