Faultiertag

Ich finde es empörend, dass ich an so einem Feiertag schon um acht Uhr wach bin, und schlafe mit erkämpfter Bett-Beharrlichkeit dann doch bis elf weiter. Da kann man dann doch gleich die Reste der gestrigen Ofenpfanne brunchen.

Wäre nicht schon etwas ausgemacht gewesen, ich wäre wohl auf dem Sofa versumpft. Stattdessen den Rucksack mit Vorkehrungen gegen den Wetterumschwung gefüllt und ab nach Transdanubien.

Es kaffeeplaudert sich gemütlich und entspannt unter der Sonne und später unter den Wolken, über die Welt und über das Leben. Amsel- wie Ringeltaubensoundtrack, begleitet von einer ratlosen Hummel, sowie das höchst inspirierte vierbeinige Theatervolk, das sich in Sketchen wie „Synchron-Katzenwäsche“, „Birdwatching“ und „Rasenyoga“ zeigt, machen den Feiertags-Nachmittag perfekt. Das köstliche Jauserl natürlich erst recht.

Mit dem Fussweg von und zur U-Bahn in beide Richtungen erreiche ich gerade mal die 10000 Schritte, was für heute aber auch genug sein darf.

Das Bier des Tages

Das Hawksbill Sea Turtle Hazy Pale Ale von Bevog kommt aus der Serie „Extinction is Forever“ und ist diesem wunderbaren Tier gewidmet. In der Nase, nur ganz leicht, etwas Malz, mit Zitrus und Hopfenbitter dahinter. Im Antrunk leichter, aber lebendig-rescher Hopfen mit schön begleitendem dunklen Malz, umspielt von exotischer Fruchtigkeit und unterstützt von passend mittelkräftiger Kohlensäure. Frühlingsfrisch süffig, aber wenig intensiv und wenig anhaltend. Beim Weiterkosten drängt sich zunehmend ein Limonadencharakter auf. Das ist zwar immer noch ein schönes Sommergetränk, ginge aber wohl ohne Alkohol genauso gut.

Zu trinken im hintervorletzten Dorf, dort wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, wenn man den Bus verpasst hat und zwei Stunden auf den nächsten warten muss.


Bier-Übersicht

Zum Abendessen gibt es Spinat-Schafskäse-Ravioli mit etwas Knoblauch-Grillsauce und einen Fernsehquiz. Die Patentschal-Strickerei ist etwas mühsam mittlerweile, brauche bald wieder ein Projekt, das schneller geht. Zum Hörbuchkrimi geht es aber leichter von der Hand als zum Fernsehen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Voriger Beitrag

Feiertags-Ennui

Nächster Beitrag

Buchstabensuppe