Lyrik

Einfach weg sein, und was bliebe

2 halbgemalte Bilder, noch nass
blau, viel blau, grün und schwarz
Bilder, die Gedichte werden wollen
und noch nicht wissen, wie

1 offene Bierdose,
halbvoll (nicht halbleer)

wer immer nach mir sucht, darf –
wenn es noch frisch genug ist –
gerne den Rest trinken

das Radio läuft, FM4
und das Fenster offen,
ein Strahler auf die
unfertigen Malereien,

der Rest des Zimmers
im Halbdämmer

ein paar Blumentöpfe
die wasser brauchen,

bitte gießen, ja?

eine Wand voller Memories:
Fotos und Federn,
Folder und Osterküken,
Tickets und Ansichtskarten,

ein Hut, Cartoons,
Geschenkbänder und
getrocknete Rosen

ein paar Bücher, CD’s

teure Technik, die ich
zu selten benutze

ein Fallschirm – oder,
nein, den nehm ich mit.

im kühlschrank ein paar blätter
wurst, käse, joghurt eine melone
dazu ein brot, nicht mehr ganz frisch

sucht nicht nach mir,
ich finde mich

vielleicht

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